14.02.2012 von Tobi
Der Name Clive Barker lässt jeden Horrorfan mit der Zunge schnalzen. Besonders seine Kurzgeschichten aus den „Büchern des Blutes“ sind bekannt und wurden im Zuge dessen auch immer Mal wieder verfilmt. Der Film „RawheadRex“ ist eine der Geschichten aus diesem Band und wurde von CMV pünktlich zum Karnevalsbeginn ungekürzt auf DVD veröffentlicht. Der Titel ist dabei mehr als merkwürdig, denn man fragt sich schnell, was ein „Rohkopf“ sein soll. Was der Film nun mit Karneval zu tun haben soll, könnt Ihr hier nachlesen ...
Tom Garron macht einen riesen Fehler. Er bricht ein Siegel auf, welches seit Jahrhunderten nicht angerührt wurde. Daraufhin wird das verschlafene Städtchen, in welches der Historiker Hallenbeck mit seiner Familie reist, von einem Dämon heimgesucht. Dieser hört auf dem Namen Rawhead Rex und ist direkt aus der Hölle gekommen. Seine Gier nach Blut ist unerbittlich, doch Hallenbeck will dem Ganzen auf den Grund gehen. Er findet heraus, dass die alte Dorfkirche der Schlüssel zu diesem Dämon ist. Da er eh ein Buch über solchen Geschichten verfassen will, kommt ihm der „Rohkopf“ gerade recht. Doch wird er es schaffen die Bestie auch zu stoppen und seine Familie zu schützen?
Die Kurzgeschichten von Clive Barker sind wirklich klasse, aber einige der Verfilmungen lassen echt zu wünschen übrig. Leider gesellt sich der Film „RawheadRex“ ebenfalls dazu, was wohl durch das fehlende Budget und die heutzutage schlechten Effekte zu erklären ist. Der „Rohkopf“ sieht eher aus wie ein Clown, der gerade auf eine Faschingsfeier will. Wirklicher Horror kommt hier nicht auf. Es handelt sich hierbei zwar um einen Trashfilm, doch das funktioniert nicht, da sich der Streifen selbst viel zu ernst nimmt. Das Lachen beim Zuschauen nimmt dem Film einfach jeglichen Schauwert.
Obwohl die Schauspieler ihre Rollen eigentlich recht gut spielen, hilft das dem Ganzen hier auch nicht weiter. Die Effekte, die furchtbaren Metzel-Szenen und der langweilige Soundtrack lassen 80 Minuten wie eine halbe Ewigkeit erscheinen. Positiv zu erwähnen sind ein paar klassische Elemente, wie Tötungsszenen aus der Sicht des Täters, aber das war es dann auch schon. Der Unterhaltungswert ist einfach nicht vorhanden. Vielleicht funktioniert der Film besser, wenn man eine Kiste Bier am Start hat und ein paar Kumpels zu Besuch sind. Immerhin ist das Kostüm des „Rohkopfes“ bestens für den nächsten Karneval geeignet.
Cover & Bilder © cmv-Laservision




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