28.08.2012 von DeWerni
Als der US-Marshal Raylan Givens in Miami einen Mörder eiskalt in alter Duell-Manier beseitigt, wird er in seine alte Heimat in Kentucky zwangsversetzt. Dort herrschen noch die alten Gepflogenheiten: Alles dreht sich um Geld, Macht, Liebe und Intrigen. Das Heikle daran sind die Drahtzieher: Raylans Vater, sein alter Schulkollege Boyd und dessen Vater …
Eigentlich hat Raylan Givens (Timothy Olyphant) genau das geschafft, was er sich vorgenommen hat: Er ist US-Marshal geworden und arbeitet im Paradies von Miami. Doch als er den Mörder TB in einer Art Duell zwar rechtmäßig aber doch nicht ganz sauber beseitigt, scheint seine Zeit in Miami abgelaufen. Er ist nicht mehr zu halten und wird von seinem Chef zu den Marshals nach Kentucky zwangsversetzt. Auch wenn Raylan an der Entscheidung nichts mehr ändern kann, so ist er sowohl mit dem Vorgehen an sich als auch mit dem Ort der Versetzung nicht ganz einverstanden. Schließlich ist er in der Gegend aufgewachsen und muss sich nun mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Das gilt zunächst nur für seinen Chef Chief Deputy Art Mullen (Nick Searcy), der ein guter Bekannter der früheren Zeit war. Später wird aber auch klar, dass er um eine Auseinandersetzung mit seinem leiblichen Vater Arlo Givens (Raymond J. Barry) und dessen Frau Helen (Linda Gehringer) nicht ganz umherkommt. Auf dieses Aufeinandertreffen war er ganz im Besonderen nicht allzu scharf. Denn er weiß genau, dass Arlo die kriminelle Herrschaft über die Region übernommen hat, seit der eigentliche Boss Bo Crowder (M.C. Gainey) im Knast sitzt. Mit dessen Sohn Boyd (Walton Goggins) war er in seiner Jugend befreundet und hatte so auch Kontakt zu Bow. Zudem sitzt Boyd mittlerweile mehr im kriminellen Sumpf, als es Raylan erwartet hätte.
Die Serie Justified ist in mehreren Aspekten nicht ganz typisch. Zum einen handelt es sich weniger um eine Serie, von der man immer mal wieder eine Folge anschauen kann. Vielmehr ist die erste Staffel prinzipiell ein Film, der einen einzigen Handlungsstrang präsentiert und in mehrere Abschnitte unterteilt ist. Zum anderen ist das Geschehen teilweise auch durchaus komplex und vor allem zu Beginn etwas verworren. Wenn man Serien wie The Shield gesehen hat (hier noch einmal unser Test), die ebenfalls aus dem Hause Sony stammt, dann weiß man, von was hier die Rede ist. Wenn man aber erst einmal etwas mit den Charakteren und auch der Story warm geworden ist, dann beginnt das Ganze, so richtig Spaß zu machen. Insgesamt werden dem Zuseher mit Justified 13 spannende Folgen auf drei DVDs in einer einzigen Box präsentiert, die jeweils eine Laufzeit von gut 40 Minuten haben. Hat man erst einmal begonnen, die Serie interessiert zu schauen, dann wird man schnell eine Folge nach der anderen verschlingen. Auch ein paar Extramaterialien hat Sony mit auf die Scheiben gepackt, auch wenn diese durchaus etwas umfangreicher hätten ausfallen dürfen: Es gibt einige Audiokommentare zu den Folgen zu begutachten. Nichtsdestotrotz darf man als interessierter Zuseher gespannt sein, wie das Werk in Staffel 2 fortgeführt wird.
Abschließend noch alle Folgen der ersten Staffel auf einen Blick:
- Folge 01 – Brand im Stollen
- Folge 02 – Riverbrook
- Folge 03 – Showdown
- Folge 04 – Kojoten
- Folge 05 – Mein ist die Rache
- Folge 06 – Die Sammlung
- Folge 07 – Bewegliche Ziele
- Folge 08 – Nichts zu verlieren
- Folge 09 – Ohne Hut
- Folge 10 – Mike der Hammer
- Folge 11 – Veteranen
- Folge 12 – Väter und Söhne
- Folge 13 – Bulletville
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